Betriebliche Gesundheitsförderung

Ergonomie in der Pflege

Auf den Rücken achten? Keine Zeit!

Das ist eine der häufigsten Aussagen, wenn man sich mit Pflegefachkräften über rückengerechtes Arbeiten unterhält.

Dabei muss rückengerechtes Arbeiten in der Pflege nicht zeitintensiv sein! Im Gegenteil: mit den richtigen Techniken und der Verwendung von geeigneten Hilfsmitteln kann auch in der Pflege rückenschonend gearbeitet werden, ohne dabei zu viel Zeit zu investieren.

Detailaufnahme von einem Rollstuhl


Der Workshop „Ergonomie in der Pflege“

vermittelt Grundlagenwissen zur Rückenprävention und allgemeine ergonomische Grundsätze. Die Teilnehmer werden in die Lage versetzt, ihre Arbeitssituation individuell zu optimieren.

Im speziell auf die Pflegeberufe zugeschnittenen Teil werden Basistechniken für einen rückengerechten Patiententransfer (z.B. vom Sitz an der Bettkante in den Rollstuhl und zurück) geübt. Wie bekomme ich einen Patienten in

Rückenlage wieder nach oben an das Kopfende des Bettes, wenn er nicht mithelfen kann und was mache ich, wenn ein Patient auf den Boden gefallen ist? Typische Situationen, die jeden Tag in der Pflege vorkommen werden praktisch geübt.



Verwendung von Hilfsmitteln

Welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung? Gibt es ein Liftsystem oder vielleicht eine Umsetzhilfe? Werden diese Systeme genutzt und wissen auch alle Beteiligten, wie sie zu bedienen sind?

Häufig werden Hilfsmittel nicht benutzt, weil die Handhabung nicht klar ist und es Zeit kosten würde, sich damit auseinander zu setzen. In diesem Workshop haben Sie die Möglichkeit in Ruhe zu testen und auszuprobieren, wie diese technischen Hilfsmittel funktionieren. Sie entscheiden, für welchen Patienten diese Systeme sinnvoll sind und für welche nicht.

Dazu kommt eine Reihe von kleinen Hilfsmitteln wie die Antirutschmatte, der Bettzügel, der Halte- und Mobilisationsgurt, das Rutschbrett, Gleitmatten und die Anziehhilfen für Kompressionsstrümpfe. Sie alle machen die Pflege ein ganzes Stück leichter und schonen die Kräfte der Pflegerinnen und Pfleger. Diese kleinen Hilfsmittel werden vorgestellt und ihre Anwendung praktisch gezeigt und geübt.



Die räumlichen Gegebenheiten

Manchmal bewirken kleine Umstellungen der Möbel schon sehr große Arbeitserleichterungen.

Vielleicht verhilft der Nachtschrank, der auf die andere Seite gestellt wird, schon zu viel mehr Platz für den Patiententransfer. Möglicherweise kann der Patient zu der Seite aufstehen, bei der er noch aktiv mithelfen kann, wenn das Bett anders aufgestellt wird. Anhand von vielen Beispielen erkennen Sie, wie die richtige Positionierung der Möbel im Raum das Arbeiten erleichtern oder auch erschweren kann.

Da die Pflege ein körperlich wie auch psychisch sehr anstrengender Beruf ist und sich Belastungen nicht vermeiden lassen, zeige ich Ihnen Ausgleichsübungen und Entspannungstechniken, die zwischendurch für die notwendige Entlastung sorgen.

 

Maximal 12 Personen

Dauer:Tagesseminar oder 2 x 4 Stunden